Projekte

eclips: explanatory video clips for physics students (seit 2021)

Physikstudierende berichten davon, dass Ihnen der Start ins Studium schwerfällt. Für sie ist es oft besonders schwierig, sich Schlüsselideen anzueignen, die für eine physikalische Denkweise und für das Lösen physikalischer Probleme fundamental sind (z. B. das Superpositionsprinzip). Ziel des eclips-Projekts ist, eine Sammlung von Erklärvideos für die Eingangsvorlesungen im Physikstudium zu entwickeln. Jedes Video soll ein Schlüsselproblem in sich geschlossen und anschaulich erklären. In diesem Kooperationsprojekt arbeiten Vertreter des Fachbereichs Physik und der Physikdidaktik der Universität Hamburg zusammen. Das Projekt ist Teil des ProfaLe-Projekts der Universität und im Handlungsfeld 1 angesiedelt. 

Projektleitung: Markus S. Feser (Arbeitsgruppe Didaktik der Physik), Florian Grüner (Arbeitsgruppe Beschleunigerphysik), Dietmar Höttecke (Arbeitsgruppe Didaktik der Physik)

 

 

Schülervorstellungen zum viskosen Verhalten von Flüssigkeiten (seit 2020)

In vielen Alltagssituationen lässt sich ein viskoses Verhalten von Flüssigkeiten beobachten (z. B. das Herauslöffeln von Honig aus einem Glas). Es ist daher plausibel anzunehmen, dass Schüler*innen der Sekundarstufe (vorunterrichtliche) Vorstellungen besitzen, die sie zur Erklärung derartiger Phänomene heranziehen. Nach unserem Kenntnisstand mangelt es jedoch bislang an empirischen Untersuchungen über Schülervorstellungen zum viskosen Verhalten von Flüssigkeiten.

In diesem Projekt widmen uns diesem Forschungsdesiderat. Hierzu wurden in einer ersten Untersuchung die Vorstellungen Hamburger Schüler*innen  der Sekundarstufe zum viskosen Verhalten von Flüssigkeiten exploriert. Gegenwärtig erfolgt in Kooperation mit der Physikdidaktik der Pädagogischen Hochschule Steiermark die Entwicklung und Erprobung eines Lernangebots für Physiklehramtsstudierende, in dem Schülerartefakte aus der Explorationsstudie (z. B. Transkripte) als Übungsmaterial für die Diagnose von Schülervorstellungen genutzt werden.

 Projektleitung: Markus S. Feser

 

 

LEngS-Studie (seit 2020)

Ziel der LEngS-Studie (Längsschnittliche Evaluation des natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Sachunterrichtsstudiums der Universität Hamburg) ist es, Informationen zu gewinnen, um das Fachstudium des Sachunterrichtsstudiengangs, der an der UHH im Wintersemester 2020/21 neu eigeführt wird, weiter zu verbessern. Hierzu werden Sachunterrichtsstudierende, die ihr Studium im Wintersemester 2020/21 beginnen, in ihren ersten vier Studiensemestern – mittels Selbstauskunftsfragebögen – längsschnittlich befragt. Folgende zentrale Evaluationsfragen liegen der Untersuchung zugrunde:

1. Studierendenperspektive auf das Sachunterrichts-Fachstudium der UHH:

1a. Als wie schwierig/arbeitsaufwändig/relevant/multiperspektivisch nehmen Sachunterrichtsstudierende verschiedene Lehrveranstaltungen in ihrem Fachstudium war?

1b. Inwieweit empfinden Sachunterrichtsstudierende ein Gefühl von Passung gegenüber ihrem Fach-Studium und identifizieren sich mit diesem?

1c. Welche organisatorischen Studienanforderungen nehmen Sachunterrichtsstudierende in ihrem Fachstudium war?

2. Affektiv-motivationale Kompetenzfacetten und Kompetenzüberzeugungen der Studierenden:

2a. Inwieweit entwickeln sich im Verlauf des Fachstudiums ausgewählte affektiv-motivationale Kompetenzfacetten der Studierenden?

2b. Inwieweit verändern sich im Verlauf des Fachstudiums subjektive Kompetenzüberzeugungen der Studierenden hinsichtlich ausgewählter kognitiver Kompetenzfacetten?

3. Welche Studienwahlmotive lassen sich bei Lehramtsstudierenden der UHH für das Fach Sachunterricht feststellen?

Projektleitung: Markus S. Feser

 

 

Sense of Belonging to Science von Lehramtsstudierenden (seit 2019)

Diverse Studien weisen darauf hin, dass der Bildungserfolg von Studierenden auch durch ihren Sense of Belonging – das Ausmaß, in dem sich eine Person einem bestimmen sozialen Umfeld zugehörig fühlt – beeinflusst wird. Bisherige Studien untersuchten Sense of Belonging von Studierenden allerdings vorwiegend domänenunspezifisch. Insbesondere zur Domäne Naturwissenschaften und zu Lehramtsstudierenden mangelt es bislang an empirischen hochschuldidaktischen Untersuchungen. Dieses Projekt widmet sich daher der Frage, wie sich Sense of Belonging von Lehramtsstudierenden zur Domäne Naturwissenschaften valide erfassen lässt. Ferner wird der Zusammenhang dieses Zugehörigkeitsgefühl mit Bildungserfolg angehender Naturwissenschaftslehrkräfte exploriert.

Projektleitung: Markus S. Feser

 

 

Fachliche und sprachliche Urteilskriterien von Physiklehrkräften (2015-2019)

Die Beurteilung schriftlicher Schülerleistungen ist ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit von Physiklehrkräften. Wir hegen die begründete Vermutung, dass Physiklehrkräfte dabei ihre Urteile über fachliche und sprachliche Leistungen konfundieren. Wir wissen nicht, ob und ggf. wie sich die Bewertungen über fachliche und sprachliche Schülerleistungen beeinflussen. Zudem liegt keine belastbare empirische Evidenz darüber vor, auf welche Ressourcen Physiklehrkräfte beim Bewerten schriftlicher Schülerleistungen zurückgreifen. Diese Fragen stellen wir im Projekt „Fachliche und sprachliche Urteilskriterien von Physiklehrkräften“. In einer Vorstudie wurden zunächst 128 Schüler_innen Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen gebeten, eine Leistungsaufgabe aus der Akustik zu bearbeiten. Die Schülertexte wurden anschließend in ein Koordinatensystem eingeordnet, welches die Modell-Dimensionen fachliche und sprachliche Qualität aufspannt. Die Einordnung wurde über ein Codierverfahren und ein Expertenrating abgesichert. Hierdurch konnten vier kontrastierende Schülertexte identifiziert werden, die in einer Hauptstudie mit Physiklehrkräften als Think-Aloud-Aufgaben dienen.

Projektleitung: Markus S. Feser